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Wie hoch ist der Tellerrand der Deutschen? Corona und Egoismus.

Paid Content für die verängstigten Bürger.

Viele Worte wurden über Corona und über #StayHome gesagt. In den letzten Wochen sind Tränen geflossen. Viele bangen um ihre Existenz. Menschen fühlen sich allein. Viele haben Angst. Negative Gefühle werden angeheizt durch die Berichtserstattung der Medien. Diese freuen sich aktuell über gewaltige Klicks zu Corona-Zeiten. Die Krise wird geschickt genutzt: mit noch reißerischen Headlines wird der Paid Content an verängstigte Bürger verschachert. Mehrwert oft fraglich. Angst bringt Klicks. Und wiederum Werbeeinnahmen. Das ständige Spiel mit der menschlichen Psyche. Statt Vorbild zu sein und guten Journalismus voranzutreiben (zum Glück gibt es Ausnahmen), nutzen jedoch einige Medien die leidige Situation aus. Eine Sache, die mich aktuell ziemlich ankotzt (auch wenn es natürlich nichts Neues ist).

Über diese Menschen muss gesprochen werden.

Und dann gibt es da diese positiven, starken Menschen. Menschen, die Mut machen. Menschen die mit ihrer Zuversicht in dieser Krise einem selbst dabei helfen den Kopf aus den Sand zu ziehen. Die mich motivieren weiterzumachen. Die zeigen: es geht! Deren Taten zeigen, wir können das schaffen. Solche Menschen brauchen wir. Darüber muss auch gesprochen werden. Manchmal hat man Glück und so jemand befindet sich im direkten Umfeld – wie mein Nachbar, der nun jede sich bietende Chance für sein Restaurant nutzt. Oder der Ehemann von meiner Freundin, der einzigartige Online-Experiences für seine Kunden kreiert, die diese sonst offline erleben durften. Diese Menschen haben keine Zeit verschwendet, sie glauben an ihr Business. Ich bin beeindruckt davon, dass einige es geschafft haben den Coronaschock so schnell abschütteln. Die nicht rund um die Uhr, wie in einer Sucht, die News konsumieren und, wie sagte meine Freundin „sich in einer Spirale des Grauens nach unten ziehen lassen“. Mir geben solche Menschen Kraft.

„Ich möchte den kleinen Hypochonder in mir klein halten.“

Ich versuche die News aktuell auf ein Minimum zu reduzieren und überlege mittlerweile länger, ob ich die Headline wirklich anklicken möchte – möchte ich den kleinen Hypochonder in mir doch klein halten und nicht täglich nähren. Es fällt nicht leicht.

Eins ist doch ziemlich wahrscheinlich, dass ich irgendwann selbst Corona bekomme. Aber darüber zu grübeln, wie es mich wohl treffen wird, macht einfach keinen Sinn. Eine Ungewissheit mit der wir planverliebten Menschen schlecht umgehen können. Das macht uns alle ziemlich fertig. Ja, wie geht es weiter. Eine Ungewissheit an die wir uns gewöhnen müssen.

Der Tellerrand vieler Deutscher ist mächtig hoch.

Aktuell habe ich nur eine sehr konkrete Aufgabe. Kontakte vermeiden! Nur mit meiner Familie zusammen sein. Eine ziemlich einfach Aufgabe, die Merkel uns privilegierten Deutschen da gegeben hat. Wir sitzen da mit Netflix & Co., viele gar mit Garten, Terrasse oder Balkon und spazieren gehen dürfen wir ja auch noch. Das ließe sich doch richtig genießen, wenn man die anderen Sorgen mal außer Acht lässt. 

Doch gerade die Privilegiertesten von uns haben manchmal das größte Problem damit, diese doch kleine Aufgabe zu meistern. Und das ist aktuell das schlimmste Fazit was ich für mich persönlich aus der Corona Krise ziehe: viele Menschen halten sich an die Vorgaben, DOCH ein Teil handelt auch sehr egoistisch. Natürlich spreche ich hier nicht von den Kindern, die plötzlich ihren Freund auf der Straße sehen und ihm vor lauter Freude in die Arme rennen und Corona darüber komplett vergessen – natürlich nicht. Auch nicht von den Alten, für die wir das Ganze eigentlich machen, aber von denen viele einfach so überfordert sind, die ganze Situation richtig zu begreifen. So dass sie dann doch wieder fast in einen reinkriechen, um sich zu unterhalten, weil die Einsamkeit & zugleich Schwerhörigkeit präsenter ist als Corona selbst. Ich spreche von Menschen, wie du und ich. Menschen bei denen der Tellerrand aber augenscheinlich so hoch gebaut ist, dass sie es nicht schaffen darüber zu blicken. „Ich bin jung und gesund“ „Was soll mir denn passieren“ „Meine Kinder müssen beschäftigt werden“ Also hängen sie doch wieder in Gruppen ab oder lassen ihr Kind mit fünf anderen spielen. „Kinder werden ja nicht krank“. Und überhaupt „wann trifft man sich denn mal wieder richtig“ – 4 Wochen werden ja doch ganz schön lang. Und dann sitzen die Menschen wieder mit Freunden zusammen. War ja nur die eine Familie. War ja nur …. 

Wie egoistisch sind wir eigentlich?

Diese Kurzsichtigkeit, dieser pure Egoismus, bringt mich persönlich an meine Grenzen und macht mich richtig wütend! Ich könnte noch viele Beispiele geben, von Dingen, die ich in letzter Zeit gehört und gesehen haben und einfach nicht verstehen kann. 

Fakt ist: die Wirtschaft blutet. Jeder kennt jemanden, der um seine Existenz bangt. Und wirklich JEDER möchte Normalität zurück. Schnell. Doch am schnellsten geht das, wenn sich alle an die Regeln halten. Das ist wie „jeder Cent zählt“. Die Summe macht’s! Und je mehr sich jeder zusammenreißt, um so schneller gibt es erste Lockerungen. 

Es gibt genug Menschen, die sich aktuell danach sehnen unter Hausarrest gestellt zu werden. Menschen, die täglich vielen Menschen aus beruflichen Gründen begegnen müssen. Diese tun das für uns. Für dich. Für mich. Und wir sollten sie schützen, indem wir einfach zu Hause bleiben und Kontakte meiden. Eigentlich weiß das jeder und keiner kann es mehr hören. Ich musste es mir nochmal von der Brust schreiben und jetzt bin ich mit diesem Thema auch erstmal durch.

Eigentlich wollte ich euch auch mein Kakteen-DYI in diesem Beitrag vorstellen. Der kommt dann später… 🙂

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1 Kommentar

  1. April 13, 2020 / 21:06

    Mir geht es ähnlich. Und das als jemand, der selbst jahrelang Teil dieser Newsmaschinerie war. Ich würde mir wünschen, dass die Verantwortlichen darüber nachdenken, welche VERANTWORTUNG sie da haben – mit jeder einzelnen News, die sie in die Welt pusten.

    Keep smiling – dein Aufruf am Ende des Textes – fällt gerade echt schwer, aber hat zumindest ganz kurz gewirkt 🙂

    Danke für deinen Text.

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