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MUMMY LIFE ♥ Freizeit mit Kindern – Privileg oder Bürde?


„Eigentlich müsste ich jetzt noch schnell einkaufen gehen, aber die Kinder wollen unbedingt zum Spielplatz.“


„Normalerweise hätte ich arbeiten müssen, aber die Kids lassen mich einfach nicht in Ruhe.“



„Jetzt sitze ich hier schon wieder rum, im Sand, schaue meinen Kindern beim Spielen zu. Und ich? Ich komme zu nichts.  Dabei sieht es Zuhause einfach nur Katastrophal aus. Ich müsste vielmehr die Bude auf Vordermann bringen.“

Solche Sätze habe ich schon gedacht, gesagt und unendlich oft von anderen Mamas gehört.
Was sind wir doch gestresst! Was haben wir nicht alles an der Backe! Und immer diese Kinder, die pausenlos was von einem wollen. Einen zuquatschen, dass man seinen eigenen Gedanken kaum mehr folgen kann.
Was tut es da nicht gut sich Luft zu machen!
Einmal allen Unmut rauslassen.
Richtig schön sich den Stress, all die Genervtheit von der Seele quatschen.
Es ist kein Geheimnis, Mamas jammern und das gern laut.

Ohwei, ich höre schon die Aufschreie  „Stimmt doch gar nicht.“ oder vielleicht auch „Ja, aber doch zu Recht!“
Mag sein. Es gibt diese Ungerechtigkeiten, die wirklich nur uns Müttern vorbehalten sind. Beispiel, die Chancen einer Mama in dieser Berufswelt.
Sorry, aber wer da behauptet für uns würde doch alles getan und wir hätten ja immerhin „gewisse“ Rechte, da kann ich nur lachen. Laut lachen …bevor ich rot anlaufe und ins Schimpfen übergehe!

Aber es gibt auch diese unsinnig, überflüssige, runterziehende und wirklich bedrückende Nörgelei. Eine selbst auferlegte Unzufriedenheit mit nahezu jedem Lebensumstand.
Nicht nur für einen selbst ist das anstrengend, sondern auch für’s gesamte Umfeld.
Das soll nicht heißen, dass wir Mütter kein Recht haben uns so zu fühlen. Und oh ja, ich weiß alle Gründe, warum man sich beschissen als Mutter fühlen kann und dieses am liebsten jeden ins Gesicht klatschen möchte.
Aber hilft das?
Hilft es uns dabei sich tatsächlich besser zu fühlen?

Ich fühle mich dadurch nicht besser! Vielleicht verstanden, wenn eine andere Mama zunickt, aber besser? Auf gar keinen Fall!
Ich gehe ganz bewusst gegen meine Jammerei vor und meide sogar jammernde Mütter. Was nicht immer einfach ist. Damit meine ich nicht den grundsätzlichen Austausch über Schwierigkeiten, Erziehung, Kinder, das ist alles gut.
Ich meine dieses kein Ende finden können.
Sich darin regelrecht zu suhlen.

Auf eigenen Wunsch bin ich Mama geworden.
Auf eigenen Wunsch habe ich den Schritt in die Teilzeit gewagt.
Es war mein Wunsch eine Familie zu gründen.
Unbedingt!
Ich wollte mehr Zeit mit den Kindern als mein Mann sie je haben wird!
Ich wollte das so!
Das dies auch bedeutet Abstriche zu machen, war mir klar.
Vielleicht nicht das Ausmaß, aber ich wusste es würde in anderen Bereichen zu Nachteilen kommen.

I wanna have it all! 
In den meisten Fällen eine sehr unrealistische Einstellung.

Aber sind wir vielleicht mittlerweile so gepolt?  Jammern wir, weil’s angesagt ist? Themen einer gestressten Mutter in den Kreis von gestressten Müttern beisteuern?
Wer schläft weniger?
Wer verzichtet mehr?
Wer hat den nervigeren Tag gehabt?

Wir wollen alles haben! Karriere, liebe Kinder, einen wunderbaren toleranten Ehepartner, Geld, schöne Kleidung, ein Auto, ach besser zwei. Kindersitz in doppelter Ausführung, dieses hin und hergeschleppe nervt ja nun wirklich! Und eignetlich sollten meine 4-Wände glatt verputzt sein und nicht diese olle Raufasertapete. Und wäre ich keine Mutter geworden, säße ich jetzt schon im Vorstand und würde 1000de Euros verdienen.

Und dann schalte ich den Fernseher ein, sehe Menschen die ziellos und ohne Heimat, über die Straße irren. Sie haben Familienmitglieder verloren. Ein Kind. Vielleicht sogar alle!
Und ich, ich hatte noch zwei Stunden davor diesen Gedanken „Jetzt musst du noch 2 Stunden mit deinen Kindern rumkriegen, damit du endlich das tun kannst, was du eigentlich tun möchtest.“
Verrückt. So so verrückt. Undankbar. So finde ich das!

In 10 Jahren sitze ich wieder in einem Vollzeitjob.
Werde genervt in einem Meeting aus dem Fenster schauen und noch immer bin ich nicht im Vorstand. Vielleicht entdecke ich eine Mutter auf dem Spielplatz mit ihrem Kind und denke dann: Was war das eine schöne Zeit und wie schnell ist sie bloß vergangen? Dieses im Büro abgehänge und 50 Stunden die Woche arbeiten – geht ja auf keine Kuhhaut.“ „Und überhaupt, ich, ich haben den schlimmsten Chef der Welt!“

Im hier und jetzt leben!

Den Moment genießen!

Es heißt genau das soll glücklich mache.

Das ist es was ich will.

Es ist ein großes Privileg, was ich habe, Zeit mit meinen Kindern verbringen zu können.

Diese Zeit mit ihnen zu gestalten. Die Möglichkeit zu haben alles andere auf Hold zu setzen.

Eigentlich wollte ich heute einen schönen Post für die liebe Mama-Notes schreiben. Die nach Freizeit-Tipps für sich und ihre Kinder sucht. Aber dann haben sich meine Gedanken verselbstständigt :). „Liebe Sonja, meine Tipps kommen aber auch noch, um ein wenig Abwechslung in deinen Spielplatz-Alltag zu bringen“

Keep smiling
Mareike

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1 Kommentar

  1. April 7, 2016 / 15:08

    Moin, liebe Mareike,

    vielen Dank für den positiven Input in dieser Debatte 🙂 Ich finde, beides hat seine Berechtigung: Mal jammern – denn sogar wir Mamis sind Menschen 😉 Aber auch bewusst genießen, dass wir Zeit mit unseren Kids verbringen dürfen. Wahrscheinlich alles eine Frage des Maßes…

    Viele liebe Grüße von einer, die gerne am Spielplatz, aber noch lieber am Strand abhängt 😉

    Küstenmami

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