#veganlifestyle | Projekt Vegan – wie alles begann. (Teil 1)

Ich ernähre mich vegan. Erfahrungen

Wie die Headline bereits verrät, bei mir gab es in den letzten Wochen eine Veränderung in Sachen Lifestyle. Seit 3 Wochen ernähre ich mich zu sagen wir mal 97 % vegan 😉 . Und ich habe mir gedacht, dich hier an dieser Reise teilhaben zu lassen. Warum ich diese Entscheidung getroffen habe?  Dafür muss ich nun ein wenig ausholen…

Vegan leben | Mein erster Schritt –  Goodbye zur Milch.

Vor 1,5 Jahren sagte ich der Milch Goodbye. Nicht wegen offensichtlichen Unverträglichkeiten, sondern wegen einer zweiten Pubertät in meinem Gesicht. Ich wollte meine Hautunreinheiten endlich loswerden. Wann hatte das eigentlich alles angefangen? Ich recherchierte das Internet rauf und runter. Dass Kosmetik mir hier nicht helfen würde, lernte ich schnell.

Dann stieß ich auf einen Artikel einer Hautärztin die beschrieb, wie Milchprodukte, der enthaltene Cocktail aus Hormonen, Schadstoffen & Medikamenten uns schadet und was er mit Fraus Haut anstellen kann. Ich war skeptisch, doch es war auch einen Versuch wert. So sagte ich von einem Tag auf den anderen meinem geliebten Latte Macchiato Tschö. Ich kaufte eine stylische Espresso-Maschine und seitdem trinke meinen Kaffee kurz und schwarz. Ein Glas Milch, für mich nicht mehr vorstellbar!

Vegan leben | Keine Milch ergo keine Pickel, keinen Heuschnupfen!

Mit der Milch verschwanden nicht nur entzündliche Pickel & gereizte Haut. Im nächsten Frühjahr war sogar mein Heuschnupfen verschwunden, wie auch nervige Unterzuckerungen, die mich immer wieder mal plötzlich überfallen hatten. Kein Heuschnupfen mehr – es war wie ein Wunder! Ich bin sowohl gegen Früh- als auch Spätblüher allergisch. Ohne Allergietabletten ging bei mir im Sommer mal gar nichts.

In diesem Jahr habe ich nicht eine einzige Allergietablette genommen! ZERO! In einer blühenden Wiese liegen – das war mein ganz persönlicher Albtraum! Heute machbar. Ein Wunder? Ich glaube es nicht!

Gleichzeitig machte ich dieses Jahr aber noch eine Sache anders. Ich startete eine Entgiftungs-Kur mit der Chlorella Alge. Diese nahm ich fast den gesamten Sommer über ein. Wenn man den Beschreibungen im Netz glauben darf, dann trugen auch sie ihren Anteil am Erfolg!

Vegan leben | Der größte Beitrag in Sachen Umweltschutz!

Bis dato verzichtete ich zwar auf Milch,  aß aber weiterhin, wenn auch eingeschränkt, Käse, meinen Käsekuchen und auch Fleisch. Doch ich war für dieses Thema nun sensibilisiert. Immer häufiger bin ich im Laufe der Zeit über Artikel gestolpert, die die positiven Veränderungen eines veganen Lifestyles beschrieben. Mit meinen Erfahrungen, die ich bisher gemacht hatte, hielt ich all das nun gar nicht mehr für so abwegig.

Den ersten & größten Anstoß für mein veganes Projekt gab mir der Film THE COWSPIRACY – das Geheimnis der Nachhaltigkeit. Wenn schon nicht für mich, dann doch für unseren Planeten dachte ich mir. Dieser Film hatte mich verstört. Wird unsere Fleischsucht unseren Planeten auf dem Gewissen haben? Weil wir bequem sind, keine Grenzen kennen? Weil wir unserer Sucht verfallen sind? Weil wir zu faul sind um etwas zu ändern? Etwas aus Bequemlichkeit nicht zu tun, was so viel bewirken kann, hielt ich für falsch. Diese Kurzsichtigkeit wolle ich mir nicht eingestehen.

Vegan Leben | Kann eine rein pflanzenbasierte Ernährung denn gesund sein?

Auch wenn es erst 3 Wochen sind, fühle ich mich gerade super dabei der Industrie, dem Lobbying, die Stirn zu bieten! Kein Lemming mehr zu sein.

Doch was ist mit meiner Gesundheit? Sind Veganer nicht diese hageren Klappergestelle mit fahler Gesichtsfarbe? Kraftlos und mit struppigem Haar? Und warum hatte ich bloß dieses Bild im Kopf? Kenne ich doch gar keinen Veganer persönlich. Bravo Werbung.

Die beiden Filme Food Choice &  What the health – Wie Konzerne uns krank machen und warum niemand was dagegen unternimmt gaben mir dann den finalen Schups!

Fazit der Filme: tierische Produkte braucht kein Mensch!

Milch völlig ungeeignet für den Menschen und Achtung: völlig ungeeignet für unsere Kinder. Wow, kann das wirklich stimmen? Hat die Tierindustrie hier ganze Arbeit geleistet, um uns im Glauben zu wiegen, dass wir uns bei Verzicht auf Milch und Fleisch gar schaden?

Das machte mich sehr nachdenklich. Wie häufig hatte ich schon gehört und gelesen, dass man bei diversen Krankheiten keine Milch & kein Fleisch zu sich nehmen sollte – MS, Osteoporose, Alzheimer. Warum sollte Milch also überhaupt im gesunden Zustand dem Menschen nützlich sein?

Ihr seid skeptisch? Das verstehe ich zu gut! Schaut euch die Filme einfach mal ohne Vorbehalte an und lasst sie auf euch wirken. Man gerät zwangsläufig ins Grübeln.

Mein Projekt vegane Ernährung startet.

Auch mein Mann, der nochmals größere Skeptiker von uns beiden, schaute die Filme und stimmte mir zu. Wir sollten es einfach probieren. Einfach nur weggucken? Nicht unser Ding. Für mich hätte es nicht besser laufen können! Meinen Mann auf meiner Seite zu wissen, würde besonders in Sachen Kochen & Einkaufen vieles einfacher machen.

3 Wochen sind seitdem vergangen. Der Einstieg war essenstechnisch gar nicht so einfach, muss man sich erstmal eine neue Basis beim Kochen anlegen. In einem nächsten Beitrag, werde ich darauf genauer eingehen.

Jetzt möchte ich aber erstmal sagen, wie ich mich nach drei Wochen nun fühle. Bisher bin ich noch euphorisch. Körperlich fühle ich mich super und außer meinem Käsekuchen, vermisse ich auch nichts! Eher das Gegenteil ist der Fall! Ich habe noch nie so viele genussvolle und gesunde Lebensmittel gegessen.

Ich fühle mich gut den Kreis durchbrochen zu haben und zu wissen, das kein Tierleid auf meine Kappe geht. Wusstet ihr, dass die Tiertransporte mittlerweile ganz geschickt nachts stattfinden? Damit wir erst gar nichts davon mitbekommen. Auch die Schlachthöfe befinden sich so weit von uns weg, als wären sie gar nicht existent. „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!“ Aber diese Tiere leiden  – Tag für Tag. Und das alles damit wir jeden Tag gleich mehrmals, manchmal in jedem Produkt etwas tierisches verzehren können. Auch vegetarisch zu leben hilft den Tieren übrigens nicht. Denn wo landen ausgediente Milchkühe?

Dennoch betrachte ich das hier als Projekt. Ein Projekt ohne Verfallsdatum. Ich weiß nicht, wie lange ich es durchziehen werde oder kann. Sicherlich nicht mehr, wenn es sich nicht mehr gut anfühlt. Wenn ich das Gefühl habe, dass mein Körper darunter leidet (was ich gerade aber nicht glaube).

Auch werde ich es sicher an der ein oder anderen Stelle nicht immer konsequent durchziehen können und auch nicht wollen. Ich möchte keinen Gastgeber unter Druck setzen, nur weil Butter und Milch verwendet wurde. Auch gab es jetzt schon Ausnahmen, wo ich nicht vegan essen konnte, weil es einfach keine vegane Alternative gab. Ich glaube, auch nur so verliert man nicht den Spaß an der Sache. Es ist kein Wettbewerb! Es ist ein Versuch, ein neuer Lebensstil, der sich finden muss. Und ich denke einfach, mit jeder veganen Sache, die ich esse, bewirke ich bereits etwas. Auch frage ich veganes Essen & Pflanzenmilch bewusst im Café & Restaurant nach und hoffe, so mehr Bewusstsein für diese Thema zu schaffen.

Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten, wo meine vegane Reise mich hinführt.… den ein oder anderen Cheat-Day inkludiert ;). Also seid nicht zu streng mit mir, wenn ihr mich mal in den ein oder anderen nicht veganen Kuchen beißen seht … :). Mir liegt es am Herzen das Projekt „Vegan“ hier authentisch zu behandeln. Bis dahin freut euch auf Updates und dem ein oder anderen superleckeren veganen Rezept 🙂 .

____

Die leckersten Smoothie Bowls in Köln.

Teilen:

2 Kommentare

  1. Oktober 23, 2017 / 15:34

    Wow,
    das hört sich wirklich toll an was du allein durch den Verzicht von Milch gutes für dich getan hast.
    Ich selbst bin auch sehr skeptisch und habe gerade was Milchprodukte betrifft auch meinen Konsum sehr reduziert. Aber auf einen leckeren Kuchen oder ein Stückchen guten Käse gebe ich zu noch nicht verzichtet.
    Ich stimme dir vollkommen zu dass wir unsere ganze Ernährung überdenken sollten.
    Die meisten von uns nehmen auch viel zu viel Zucker zu sich. Damit die Menschen aber ein besseres Gefühl bekommen, wird der rein industrielle Zucker oft durch Ersatzstoffe durch die Industrie ausgetauscht. Dadurch wird es aber nicht besser für unsere Gesundheit. Ich finde dein Projekt sehr interessant und werde es weiter verfolgen.
    Auch auf meinem Blog wird es demnächst einen Beitrag zu der heutigen Ernährung geben, würde mich freuen wenn du mal vorbeischaust 😉
    Liebe Grüße
    Nicole

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.